===PHASE VERGLEICH KONSENS-MODELL===
wir sollten nur vergleichbares Vergleichen. Die ideale Sprachsituation ist ein gewünschtes Verhalten eines politischen Betriebssystem. Da habe ich große Bedenken. Z.B. das Habermas-Postulat "Wahrhaftigkeit" ist keinesfalls verifizierbar - es sei denn, man will einen Lügendetektor einbauen. Auch das Postulat "Transparenz" ist m.E. nur für Fakten verifizierbar, nicht jedoch für Meinungen. Auch das Postulat "Offenheit" ist m.E. nur akzeptabel, wenn es im Zusammenhang mit der Abgrenzung wohldefinierter "Gruppen" gesehen wird.
Hier sollte die Schlussfolgerung der prominenten Habermas-Mitarbeiter Albrecht Wellmer und Ernst Tugendhat berücksichtigt werden, dass die diskursethische Konstruktion einer idealen Sprechsituation eine "bloße Fiktion" ist. Dabei bleibt völlig unstrittig, dass dieses diskursethische Ideal als Leitbild "im Hinterkopf" gehalten werden soll. Aber als Kriterien für die Bewertung von Systemen oder Komponenten ist es schlichtweg ungeeignet.
((Vielleicht hilft hier der Hinweis weiter, dass laut Wikipedia die Philosophen unter "Kriterium" etwas anderes verstehen als der Rest der Menschheit?!))
Qualifizierter Konsens und Flotation sind Lösungsansätze.
Frage: gibt es in der AG MFT ein Konsens, dass
> Die ideale Sprachsituation ein gewünschtes Verhalten eines politischen Betriebssystem ist? "Wunsch" ja, aber eben rein "ideal"
s. dazu auch Meinung 4 im Zusammenhang mit der Verwendung des Terminus 'ideale Sprachsituation'
Meinung 1: die Bewertung und Auswahl eines geeigneten Modells (Flotation, ideale Sprechsituation, Qualifizierter Konsens, ...) kann erleichtert werden, wenn die Anwendbarkeit für die gestellte Aufgabe, Praxistauglichkeit des jeweiligen Modells an bestimmten (Standard)Beispielen durchgespielt wird => Es geht bei Meinung 1 um die Definition, welche Bewertungskriterien wir anwenden sollen. Hausaufgaben: Was sind die gestellten Aufgaben? (Richtig ist das, was diese Aufgaben gut löst.)
Meinung 1.1: gestellte Aufgabe - ein Meinungsbild zu erstellen - s. auch [5]
Gegenmeinung: Lese gerade [8] von Allusion und da steht für die Fusion-Methode, das die Ausgangsbasis ist die Erfassung und Beschreibung des äußeren Verhaltens des Systems innerhalb des Anwendungskontextes, Realisierungsüberlegungen stehen dabei nicht im Vordergrund. => Wir sollten zwischen Lösungsansätze (Floatation und qualifizierten Konsens) und den gewünschten Anforderungen des System unterscheiden. Die Lösungsansätze können dann das gewünschte System umsetzen. Umgekehrt von Lösungsansätze auf das System zu schließen, halte ich für Selbstlimitierung.
Einverstanden! Aber natürlich sollten alle Lösungsansätze auf relevante Systemanforderungen abgecheckt werden.
Meinung 1.1.1: gestellte Aufgabe - Produktfunktionen aus [6]
Meinung 1.2: vlt. bin ich zu faul, um zu lernen, aber ich habe den Eindruck, dass mit Einbeziehung noch eines Meta-Modells - hier die Fusion-Methode - laufen wir Gefahr, sich zu verzetteln und uns vom eigentlichen Ziel zu entfernen. Man muss doch zwangsweise sich in die neue Fusion-Methode einlesen, die technicus terminus sich aneignen - so läuft man Gefahr, in einer Endlosschleife zu landen - und sich fast ausschließlich mit der Theorie zubeschäftigen.++ Ich denke dabei auch an die Pragmatiker-Fraktion, die scheinbar dabei ist, sich von der Begriff- und Modell-Diskussion abzuwenden.
Meinung 2: die Verwendung eines wissenschaftlich begründeten Modells muss nicht zwangsweise ein Vorteil für die Erreichung des Projektziels sein. Begründung
- Die Verwendung von exakt definierten wissenschaftlichen Begriffen des Models kann einen Zusatzaufwand bei der Einarbeitung für die AG-Teilnehmer und später auch für dieAnwender bedeuten Echtes Problem! Aber da müssen wir durch! Notfalls je nach Situation die "exakten" oder die "allgemeinverständlichen" Passagen "absetzen".
- außerdem werden von der dem Modell zugrunde liegender Theorie evtl. zusätzliche Einschränkungen bereits bei der Konzeption auferlegt Problem erkannt - Gefahr gebannt!
=> Nichts ist besser oder schlechter. Wir müssen uns ersteinmal gegensetig verstehen lernen. Gleiche Begriffe sind unterschiedlich belegt, das müssen wir klären, in dem wir für begriffliche Klarheit sorgen. ++
Meinung 3: angesichts der knappen Zeit kann ein einfach gestricktes Modell leichter und schneller realisiert werden
=> Das sehe ich anders. Es geht nicht darum, ob ein Modell einfach gestrickt ist, sondern darum ein für alle sinnvolles Modell zu verwenden, mit dem wir "unsere Ziele" erreichen. Dies kann auch aus einer Vielzahl unterschiedlicher Modelle bestehen, die sich gegenseitig ergänzen.
Auch hier wird wohl der Weg "Vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen" gehen! In die urwüchsigen Tools alle wünschbaren Zusätze einzubauen führt zu Kompliziertheit. Es ist gewiss mühsam, sollte aber der Mühe wert sein, eine "omnipotente" Lösung anzustreben. Das meint eine Lösung, die durch klare Strukturierung für alle Nutzerlevels gleichermaßen "freundlich" ist, und die durch Parameter/Optionen leicht an unterschiedlichste Situationen angepasst werden kann. ((Alle Office-Softwaresysteme sind in den Alltags-Funktionalitäten völlig identisch!))
Meinung 4: ein Modell M wird in der Diskussion allein dadurch bevorzugt, wenn in der Diskussion selbst die Terminus technicus des Modells M bevorzugt eingesetzt werden
=> Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass wir uns um begriffliche Klarheit kümmern. Wie wir es hier versuchen => [10]
Meinung 5: Mein Vorschlag ist ein politisches Betriebssystem an den Kriterien der idealen Sprechsituation zu orientieren, da dieses Vorgehen den Möglichkeitsraum von Innovation maximiert. Die Herausforderung besteht wohl gerade darin, dieses ideale Maximum auf ein realisierbares Optimum zu reduzieren.+1
Das Problembewusstsein das dabei entsteht, kann erschrecken, eröffnet aber Lösungsmöglichkeiten, die aus der pragmatischen Experten-Perspektive seltener erscheinen. [9]
=== ABKÜRZUNGEN, GLOSSAR ===
Ein angearbeitetes Glossar zum "Qualifizierten Konsens" findet man hier:
https://bildungsportal.sachsen.de/opal
Klickfolge zum Glossar:
Gastzugang --> Katalog --> freie Lerninhalte --> Glossar „Qualifizierter Konsens“
(Navigator) (Bildmitte) (3. Zeile) (8. Zeile)
@WSchallehn - wenn du möchtest, dass "Quaifizierten Konsens"-Glossar gelesen wird, hast du damit bessere Chancen, wenn du es in ein Pad - ein Klick entfernt - packst und die Adresse unten in die Linkliste schreibst. Wie man ein Pad erstellt - s. hier
=> https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=101025
"grundlegende Anmerkungen (WSchallehn) verschoben"
MARINAS BETRIEBSSYSTEM => [7]
Meinungsfindungsforelle
strukturelle Gewalt [7]
- z.B. Zwang bestimmte Medien zu benutzen ~ z.B. Twitter, Mailingliste, ...
- Zwang, bestimmte Modelle zu benutzen
...
===LINKLISTE===
1. http://de.consenser.org/node/2004, ideale Sprechsituation
2. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/1, Qualifizierter Konsens
3. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/begriffsklaerung-flotation-vs-verdichtung, Begriffsklärung FLOTATION vs. VERDICHTUNG
4. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/3, unbeständige Flotation vs. kratzfester Diamant
4. https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=98981, Sync-Forum Piratenpartei Deutschland/ Organisation/ AGs/ Meinungsfindungstool/ Phase Vergleich Meinungsfindungstool-Modell
5. http://www.marinaslied.de/?p=598, Marina Weisband. Entwurf eines Konzeptes für die parteiinterne Meinungsbildung
6. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/7,
7. http://wiki.piratenpartei.de/Koordinatorenkonferenz/Treffen/2011-11-25. TOP 5 Verschiedenes => Vorstellung "MARINAS BETRIEBSSYSTEM", 2011-11-25
8. http://wwwmath.uni-muenster.de/u/heisel/oose/ooa.pdf, die Fusion-Metode unter Verwendung von UML
9. https://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=95877&pid=443918#pid443918 Hohe Bewertungskriterien öffnet den Möglichkeitstraum von Innovation.
10. https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/begriffsklaerung,